Peptide gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Geprüft am 2025-12-21. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
IQS vermindert die Produktion weiterer Signalmoleküle aus anderen QS-Systemen. Beispielsweise werden durch Veränderungen von PQS und BHL die Bildung der Virulenzfaktoren Pyocyanin, Rhamnolipide und Elastasen beeinflusst.
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=== QS bei mit Pflanzen assoziierten Bakteriengattungen === Über QS können in verschiedenen pflanzenassoziierten Bakterien sowohl apathogene als auch pathogene Eigenschaften gesteuert werden. Zu den Mikroorganismen, die hier eine bedeutende Rolle spielen, gehören Vertreter aus den Familien der Burkholderiaceae, Rhizobiaceae, Erwiniaceae und Pseudomonadaceae. Die Vertreter aus der Gattung Burkholderia, die ubiquitär in der Natur vorkommen, sind gramnegativ und können teilweise für Pflanzen, Menschen und Tiere pathogen sein. Sie besiedeln die Rhizosphäre von einigen Kulturpflanzen und schützen diese vor dem Pathogenbefall durch Pilze und Nematoden. Die antifugalen und nematoziden Eigenschaften werden über das Cep-QS-System mit dem Autoinduktor N-Octanoyl-L-Homoserinlacton (C8-HSL) beeinflusst. Der Autoinduktor, gebildet durch die AHL Synthase CepI, bindet an das Rezeptorprotein CepR und reguliert die Bildung von Biofilmen, die Produktion extrazellulärer Proteasen und Siderophoren. Die Anwesenheit von AHL produzierenden Bakterien in der Rhizosphäre kann die Expression von Abwehrgenen in der Pflanze stimulieren und damit zu einer Resistenz bei Pflanzen beitragen. Das pflanzenpathogene Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens aus der Familie der Rhizobiaceae besitzt die Fähigkeit im Wurzelbereich oder an der Stängelbasis von verletzten zweikeimblättrigen Pflanzen Wurzelhalsgallentumore zu bilden. Wenn A.
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tumefaciens Verletzungen von Pflanzen erkennt und diese infiziert, kann der horizontale Gentransfer durch Übertragung des Ti-Plasmids in die pflanzliche Zelle erfolgen und damit die Bildung des Pflanzentumors induziert werden. Diese Strategie verschafft dem Bakterium Überlebensvorteile, da die induzierten pflanzlichen Wucherungen bestimmte Nährstoffe produzieren, deren Synthese auf dem bakteriellen Ti-Plasmid kodiert sind und die vom Bakterien genutzt werden. Für die Zell-Zell-Kommunikation verwendet A. tumefaciens das QS-System vom LuxR-LuxI-Typ mit dem Autoinduktor-1 N-3-Oxooctanoyl-L-Homoserinlacton, der von der LuxI-homologen Synthase TraI synthetisiert wird und an den TraR-Rezeptor bindet. Der aktivierte Transkriptionsfaktor veranlasst unter anderem die Transkription der auf dem Ti-Plasmid lokalisierten Gene.
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== Literatur == Waters, C.M. & Bassler, B.L. (2005): Quorum sensing: cell-to-cell communication in bacteria. In: Annu. Rev. Cell. Dev. Biol. Bd. 21, S. 319–346. PMID 16212498, doi:10.1146/annurev.cellbio.21.012704.131001PDF Kay, Elisabeth, Cornelia Reimmann, Dieter Haas: Small RNAs in bacterial cell-cell communication. Microbe-American Society for Microbiology, 2006, 1. Jg., Nr. 2, S. 63–69. Sun, J. et al. (2004): Is autoinducer-2 a universal signal for interspecies communication: a comparative genomic and phylogenetic analysis of the synthesis and signal transduction pathways. In: BMC Evol. Biol. Bd. 4, S. 36. PMID 15456522, doi:10.1186/1471-2148-4-36 PDF Jasmine Lee, Jien Wu u. a.: A cell-cell communication signal integrates quorum sensing and stress response. In: Nature Chemical Biology. 9, 2013, S. 339–343, doi:10.1038/nchembio.1225.
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